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„Kredit abgelehnt“? Warum Banken bei Freiberuflern oft Schnappatmung bekommen – und wie du trotzdem an dein Geld kommst

21. November 2025 · Moderator

Kennst du das? Du sitzt da, der Kaffee in der Hand ist noch heiß, und du öffnest diesen einen Brief. Oder die E-Mail. Du überfliegst die Zeilen und da steht es, schwarz auf weiß: Abgelehnt.

Dein Kreditantrag ist durchgefallen.

Nicht, weil du pleite bist. Nicht, weil dein Business nicht läuft. Sondern einfach nur, weil du nicht in das Raster „Standard-Angestellter mit 30 Jahren Betriebszugehörigkeit“ passt. Willkommen im Club! Als ich damals als Freelancer meinen ersten größeren Kredit für neues Equipment wollte, ging es mir genau so. Ich dachte, meine Umsätze sprechen für sich. Die Bank sah das anders.
Aber Kopf hoch! In diesem Artikel zeige ich dir, warum das passiert und welche Hintertüren es gibt, die viele gar nicht auf dem Schirm haben.

Warum die Bank dich (scheinbar) hasst

Es ist eigentlich nichts Persönliches. Banken lieben Sicherheit. Und wir Freiberufler sind für die Banken das pure Chaos. Mal verdienst du 8.000 Euro im Monat, im nächsten vielleicht nur 2.000, weil du im Urlaub warst oder ein Projekt verschoben wurde.
Für einen Bankberater, der in festen Rastern denkt ist das der absolute Horror. Das Zauberwort heißt hier „schwankendes Einkommen“. Die Bank kann nicht sicher vorhersagen, ob du die Rate in drei Jahren noch bedienen kannst. Dazu kommt oft, dass viele Selbstständige ihre steuerlichen Gewinne kleinrechnen, um Steuern zu sparen. Das ist super für dein Konto am Jahresende – aber katastrophal für deine Bonität beim Kreditantrag.

Ein Teufelskreis, oder?

Die heilige Dreifaltigkeit der Unterlagen

Bevor wir zu den Alternativen kommen, müssen wir erst mal deine Hausaufgaben checken. Oft scheitert es nämlich gar nicht an den Zahlen selbst, sondern an der Präsentation. Wenn du einen Kredit für Freiberufler beantragst, brauchst du mehr als nur ein freundliches Lächeln.

Du musst die Bank in ihrer eigenen Sprache schlagen. Das bedeutet:

  1. Die BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung): Sie muss aktuell sein. Eine BWA vom vorletzten Jahr interessiert niemanden.
  2. EÜR und Steuerbescheide: Mindestens die der letzten zwei, besser drei Jahre. Das zeigt Kontinuität.
  3. Der Liquiditätsplan: Klingt kompliziert, ist aber oft der „Gamechanger“. Zeig der Bank, dass du weißt, wann Geld reinkommt und wann welches rausgeht.

Wenn du hier schlampst, hast du schon verloren bevor du überhaupt den Raum betreten hast.

Plan B: Wenn die Hausbank „Nein“ sagt

Jetzt wird’s interessant. Nur weil die Sparkasse oder Volksbank um die Ecke abwinkt, heißt das nicht, dass der Traum vom Kredit für Selbstständige geplatzt ist. Es gibt Nischen und Anbieter, die genau wissen, wie wir ticken.

1. Der „Crowd“-Joker (P2P-Kredite)

Plattformen wie Auxmoney oder andere P2P-Anbieter haben das Spiel verändert. Hier leihst du dir das Geld oft gar nicht (oder nicht nur) von einer Bank, sondern von privaten Anlegern. Die schauen oft nicht so stur auf den Schufa-Score oder die perfekte BWA wie eine klassische Großbank.
Ich hab schon von Kollegen gehört, die dort innerhalb von 24 Stunden eine Zusage hatten, obwohl die Hausbank sie ausgelacht hat. Der Zins ist vielleicht einen Tick höher, aber hey: Besser ein etwas teurerer Kredit als gar keiner, oder?

2. Förderkredite der KfW (Nicht nur für Anfänger!)

Viele denken, die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist nur was für blutige Anfänger. Falsch. Klar, der ERP-Gründerkredit – StartGeld ist der Hammer für alle, die unter 5 Jahre am Markt sind. Aber es gibt auch Programme für etablierte Unternehmen. Der Witz dabei: Die KfW übernimmt oft einen Teil des Risikos der Bank (Haftungsfreistellung).
Das heißt, deine Hausbank trägt weniger Risiko und sagt plötzlich viel leichter „Ja“. Frag deinen Berater aktiv danach. Von alleine rücken die damit oft nicht raus, weil das für die Bank mehr Papierkram bedeutet.

Der geheime Bonus-Tipp: Zweiter Antragsteller

Das hier ist vielleicht der einfachste Trick von allen, wenn es mal eng wird. Hast du einen Partner oder eine Partnerin? Vielleicht sogar fest angestellt?

Nimm sie als zweiten Kreditnehmer mit in den Vertrag.

Für die Bank sinkt das Ausfallrisiko damit quasi auf Null, weil ja ein „sicheres“ Einkommen da ist. Die Konditionen werden oft sofort besser und die Genehmigung ist fast nur noch Formsache. Klar, das muss man in der Beziehung auch wollen (Geld bei der Freundschaft und so…), aber rein fianziell ist das der Königsweg.

Nicht unterkriegen lassen!

Ein „Nein“ von der Bank ist oft nur ein „Nein, nicht zu diesen Bedingungen“ oder „Nein, weil ich deine Unterlagen nicht verstehe“. Bereite dich vor, check deine BWA und wenn alle Stricke reißen, schau dich bei den spezialisierten Online-Anbietern um, die sich auf Kredite für Freiberufler spezialisiert haben.
Wie sind deine Erfahrungen? Hat dich deine Bank auch schon mal hängenlassen oder hast du einen Geheimtipp, den ich hier vergessen habe? Schreib’s mir gerne in die Kommentare!

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