Kredit für YouTuber & Content Creator: Meine ehrlichen Erfahrungen mit der Targobank

17. Dezember 2025 | Freiberufler Ratgeber

Wenn es einen Beruf gibt, der in den letzten Jahren explodiert ist – und gleichzeitig bei Banken regelmäßig für Stirnrunzeln sorgt –, dann sind es YouTuber und Content Creator. Millionen Views, Kooperationen mit Brands, AdSense-Einnahmen, Affiliate-Links, Merch. Nach außen sieht das nach purem Erfolg aus. Im Kreditgespräch fühlt es sich dann oft an, als würdest du erklären, was „das Internet“ ist.
Ich bin Alex, selbstständig, Finanz-Blogger und seit Jahren mit genau solchen Fällen konfrontiert. Und ich sage gleich vorweg:
Die Targobank ist keine Creator-Bank, aber sie ist eine der wenigen klassischen Banken, bei denen YouTuber überhaupt realistische Chancen haben – wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.


Warum YouTuber bei Banken fast immer anecken

Ich habe unzählige Gespräche mit Creatorn geführt. Das Muster ist immer gleich – egal ob 20.000 oder 500.000 Abos.

1. Einnahmen sind real – aber aus Bankensicht „komisch“

YouTuber verdienen Geld über:

  • AdSense (schwankt extrem)
  • Sponsorings (unregelmäßig)
  • Affiliate-Provisionen
  • Merch
  • Twitch-Subs / Donations

Für dich alles logisch.
Für die Bank: fünf verschiedene Einnahmearten, keine davon garantiert.

2. Abhängigkeit von Plattformen

YouTube ändert den Algorithmus.
Ein Video wird demonetarisiert.
Ein Strike kommt rein.

Für Banken ist das kein „Risiko“, sondern ein Showstopper.

3. Die Person = das Business

Wenn du keinen Content machst, kommt kein Geld.
Wenn du krank bist, kommt kein Geld.
Wenn du die Lust verlierst… naja, du weißt selbst.

Banken lieben skalierbare Strukturen – keine Personenmarken.


Keyword-Recherche: Was YouTuber wirklich googeln

Diese Suchanfragen sehe ich immer wieder:

  • „Kredit für YouTuber“
  • „Content Creator Kredit Bank“
  • „Targobank Kredit Erfahrungen Selbstständig“
  • „Kredit trotz YouTube Einnahmen“
  • „Selbstständig Influencer Kredit“

Wer das googelt, steht meist an einem dieser Punkte:
👉 neues Equipment, Studio, Umzug, Vorfinanzierung oder schlicht Steuerstress.


Warum ausgerechnet die Targobank?

Viele YouTuber landen bei der Targobank aus einem simplen Grund:
Sie vergibt vergleichsweise oft Ratenkredite an Selbstständige, wenn die private Bonität stimmt.

Die Targobank ist:

  • keine Förderbank
  • keine Spezialbank für Kreative
  • keine Fintech-Plattform

Aber sie ist pragmatisch. Und das hilft.


Wie die Targobank YouTuber wirklich bewertet

Das ist der entscheidende Punkt.

Die Targobank interessiert sich nicht für:

  • Abos
  • Views
  • Reichweite
  • Kooperationen
  • Social Proof

Sie interessiert sich für:

  • Steuerbescheide der letzten Jahre
  • durchschnittliches Monatseinkommen
  • private Bonität (Schufa!)
  • Stabilität, nicht Höhe

Ein YouTuber mit 60.000 € stabilen Einnahmen über 3 Jahre hat dort oft bessere Chancen als jemand mit 150.000 €, aber starken Schwankungen.


Welche Kredite YouTuber bei der Targobank realistisch bekommen

Hier muss man ehrlich bleiben.

1. Privater Ratenkredit

Der absolute Klassiker.

  • Beträge meist zwischen 5.000 und 50.000 €
  • Laufzeiten 12–84 Monate
  • Zweck egal (Equipment, Studio, Steuern, Umzug)
  • Volle private Haftung

Das ist kein Firmenkredit – sondern eine private Finanzierung auf Basis deiner Selbstständigkeit.

2. Kein echter Geschäftskredit

Für klassische Betriebsmittelkredite oder Kontokorrentlinien ist die Targobank für YouTuber in der Regel nicht der richtige Ansprechpartner.


Meine echten Erfahrungen mit YouTubern & der Targobank

Jetzt wird’s praxisnah. Diese Fälle habe ich so oder sehr ähnlich mehrfach erlebt.


Erfahrung 1: Technik-YouTuber mit stabilen Zahlen

Ein YouTuber im Tech-Bereich:

  • ca. 55.000 € Jahresgewinn
  • seit 4 Jahren selbstständig
  • kaum Sponsorings, fast nur AdSense
  • stabile Monatswerte

Er bekam problemlos einen Ratenkredit über 20.000 € für Studio-Upgrade.

Sein Kommentar:
„Die wollten keine Screenshots von YouTube, nur Steuerbescheide.“


Erfahrung 2: Lifestyle-Creator mit starken Peaks – abgelehnt

Hohe Reichweite, starke Launch-Monate, dann Flaute.
Privat gute Bonität – aber extrem schwankende Einnahmen.

Ergebnis: Ablehnung.

Nicht wegen der Person, sondern wegen fehlender Planbarkeit.


Erfahrung 3: YouTuber + Nebenjob = Türöffner

Mehrere Creator hatten Erfolg, weil sie:

  • zusätzlich Workshops gaben
  • als Freelancer arbeiteten
  • oder ein kleines Nebeneinkommen hatten

Diese Kombination wirkte für die Targobank stabilisierend – selbst wenn YouTube schwankte.


Vorteile und Nachteile der Targobank für YouTuber

Vorteile:

  1. Vergibt Kredite an Selbstständige (nicht selbstverständlich)
  2. Klare, verständliche Ratenkredite
  3. Relativ faire Zinsen, wenn Bonität stimmt
  4. Kein Social-Media-Theater
  5. Geeignet für Investitionen & Überbrückung

Nachteile:

  1. Kein Verständnis für Creator-Modelle
  2. Schwankungen werden hart bewertet
  3. Nur private Kredite
  4. Ablehnung oft endgültig
  5. Keine Flexibilität bei Rückzahlungen

Für welche YouTuber passt die Targobank – und für welche nicht?

Passt gut, wenn…

  • du seit Jahren selbstständig bist
  • deine Einnahmen relativ konstant sind
  • du saubere Steuerunterlagen hast
  • du privat eine gute Bonität hast
  • du einen überschaubaren Betrag brauchst

Passt eher nicht, wenn…

  • dein Einkommen stark launch- oder viral-getrieben ist
  • du erst kurz selbstständig bist
  • du hohe Summen brauchst
  • du flexible Rückzahlungen willst
  • du auf Verständnis für Creator-Logik hoffst

Die Targobank denkt nicht kreativ – sie denkt konservativ.


Für YouTuber ist die Targobank kein Traum, aber oft realistischer als gedacht

Ich bringe es auf den Punkt:

Die Targobank finanziert nicht deine Vision, nicht deine Reichweite und nicht dein Potenzial.
Sie finanziert deine Vergangenheit – nüchtern und ohne Emotion.

Für YouTuber mit:

  • stabilen Zahlen
  • sauberer Buchhaltung
  • realistischer Planung

kann sie eine solide Option sein – gerade für Technik, Studio oder größere Einmalinvestitionen.
Für Creator, die von Peaks, Hype und Launches leben, ist sie dagegen oft die falsche Adresse.