Mein Realitätscheck mit aifinyo als IT-Freelancer – Erfahrung

10. Februar 2026 | Freiberufler Ratgeber

Kennt ihr das „Reich-aber-arm“-Gefühl?
Du bist IT-Freelancer, dein Tagessatz liegt jenseits der 800 Euro und du hast gerade das Projekt bei einem großen deutschen Automobilkonzern an Land gezogen. Glückwunsch! Du bist auf dem Papier ein gemachter Mann.

Die Realität sieht aber so aus:
Du arbeitest den ganzen Monat wie ein Tier. Dann schreibst du deine Rechnung über 15.000 Euro. Und dann… wartest du.
Große Konzerne haben Zahlungsziele, die sind jenseits von Gut und Böse. 45 Tage? 60 Tage? Manchmal sogar 90 Tage, wenn da noch ein Vermittler dazwischen hängt. Bis das Geld auf deinem Konto ist, hast du drei Monate Miete, Krankenversicherung und vielleicht sogar Sub-Unternehmer bezahlt. Aus der eigenen Tasche. Das Konto rutscht ins Minus, der Dispo glüht. Genau für dieses Szenario – und das betrifft fast alle Consultants im B2B-Bereich – habe ich mir aifinyo angeschaut. Die werben damit, dass sie Rechnungen sofort bezahlen. Quasi ein Kredit auf deine eigene Leistung.

Kredit vs. Factoring: Warum die Bank hier raus ist

Ich bin ganz ehrlich: Zur Hausbank zu gehen und einen Kontokorrentkredit von 20.000 Euro zu wollen, nur weil VW oder BMW sich Zeit lassen, ist ein Spießrutenlauf. „Herr Alex, wo sind denn ihre Sicherheiten?“ – „Na hier, die Rechnung!“ – „Das gilt für uns nicht.“

Bei aifinyo läuft das anders. Das ist Factoring. Das Prinzip ist simpel: Du verkaufst deine Rechnung an aifinyo. Die überweisen dir sofort (meist innerhalb von 24h) ca. 80–90% der Summe. Den Rest kriegst du, wenn der Kunde endlich zahlt, abzüglich einer Gebühr.

Der Test: Anmeldung und der erste „Verkauf“

Ich hab das System mal mit einer fiktiven Projekt-Rechnung durchgespielt. Die Anmeldung bei aifinyo ist komplett digital. Keine Postfiliale, kein Papierkram. Das passt schonmal zur IT-Zielgruppe. Wir hassen Papier.
Du lädst deine Rechnung hoch. Dann prüft das System die Bonität deines Kunden. Das ist der entscheidende Unterschied! Es ist fast egal, wie deine Schufa aussieht. Wichtig ist, dass dein Auftraggeber (der Konzern, die Agentur) zahlungskräftig ist. Wenn du für solide Firmen arbeitest, geht das durch wie Butter.

Das Gefühl: Geld auf Knopfdruck

In meinem Test war das Geld am nächsten Tag da.

Leute, dieses Gefühl ist unbezahlbar. Du schickst die Rechnung raus und hast die Liquidität sofort. Du kannst deine Miete zahlen, in neue Hardware investieren oder einfach ruhig schlafen, ohne jeden Tag aufs Online-Banking zu stieren.

Aber jetzt Tacheles: Was kostet der Spaß?

Natürlich machen die das nicht aus Nächstenliebe. aifinyo nimmt eine Gebühr. Die setzt sich meist aus einer Factoringgebühr und Zinsen zusammen.

Grob gerechnet: Du gibst zwischen 2% und 4% deines Umsatzes ab.

Bei einer 10.000 Euro Rechnung sind das schnell mal 300 Euro weg.

Das tut erstmal weh.

ABER: Rechnet mal dagegen, was euch der Dispo bei der Bank kostet (oft 10-12%). Und rechnet mal dagegen, was es euch an Nerven kostet.

Außerdem: Wenn ihr die Liquidität nutzt, um Skonto bei euren eigenen Lieferanten zu ziehen oder direkt das nächste Projekt anzunehmen, habt ihr die Gebühr oft wieder drin.

Ein weiterer cooler Punkt, den ich fast übersehen hätte: Der Ausfallschutz.

Bei echtem Factoring übernimmt aifinyo oft das Risiko, wenn der Kunde pleite geht. Das heißt, du bist dein Geld sicher los… also im positiven Sinne. Du hast es sicher.

Mein Fazit für Freelancer im Enterprise-Umfeld.
Aifinyo ist kein klassischer Ratenkredit und genau deshalb so gut für uns.

Wann solltet ihr es nutzen?

  • Wenn ihr lange Zahlungsziele (30+ Tage) habt.
  • Wenn ihr schnell wachsen wollt und das Geld sofort für das nächste Projekt braucht.
  • Wenn eure Kunden bonitätsstarke Firmen sind.

Wann nicht?

  • Wenn eure Kunden Privatpersonen sind (geht meistens nicht).
  • Wenn eure Marge eh schon super klein ist. Dann fressen die Gebühren den Gewinn auf.

Für mich als „Alex der IT-Consultant“ ist das Tool ein absoluter Gamechanger im Mindset. Weg vom Bittsteller bei der Bank, hin zum Unternehmer, der seinen Cashflow selbst steuert. Habt ihr Factoring schonmal ausprobiert oder wartet ihr brav, bis die Buchhaltung vom Kunden mal den Knopf drückt